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Hatschi!

1:31

die Tigermama war faul mit dem Bloggen. das hat mehrere Gründe:

1. wir wurden alle kurz nach dem letzten Eintrag furchtbar krank (immer wiederkehrende Erkältungen mit schlimmem Husten) und konnten bis vor kurzem nicht singen. dazu haben wir alle, die wir kennen, angesteckt und viele von ihnen singen bis heute noch nicht. (Tschuldigung!)

2. es ist unglaublich, welchen Stress eine Tigermama mit zwei Tigerjungen um die Weihnachtszeit ertragen muss. hier gäbe es zu berichten, wie tapfer der Große sich bei der Weihnachtsfeier seines Turnvereins geschlagen hat. er stand auf der Bühne und musste zusammen mit den anderen Kindern das Bewegungslied „Aram-sam-sam“ vorführen. glücklich sah er nicht aus, aber er hat tatsächlich die Lippen und die Hände bewegt, also gesungen und mitgemacht. seine Hände haben zwar einen Radius von 5cm nicht überschritten, doch das ist ihm nicht bewusst. er war stolz. (bei der ersten Aufführung des Kindergartens hatte er weder gesungen noch irgend eine Bewegung mitgemacht.) der Arme, jetzt machen sie sogar im Turnverein Bewegungslieder… dafür durfte er danach zeigen, wie gut er hüpfen, klettern, rutschen und springen kann.

3. es dauerte eine Weile, bis ich die Erfahrungen mit der musikalischen Früherziehung im Kindergarten einordnen konnte (bin ja nicht dabei und muss mir aus seinen Erzählungen ein Bild machen). kurz gesagt macht er mindestens 50% der Zeit nicht mit und in 25% der restlichen Zeit wird ein Bild zum Thema gemalt. Instrumente gibt es dort nur wenige und selten, dafür machen sie um so mehr… dreimal dürft ihr raten…. BEWEGUNGSLIEDER! letzte Woche konnte mir der Große endlich sehr schön in Worte fassen, was ihn daran bedrückt:

„man muss da rennen und dann soll man auch noch was mit den Armen machen, und dann gaaaanz langsam und PLÖTZLICH ganz schnell, und man muss wissen, wann es schnell und langsam wird und da kann ich mich nicht konzentrieren, wenn ich so viel auf einmal machen soll, Rennen und Arme, und da habe ich Angst, dass ich das nicht kann.“

also folgte eine Lektion der Tigermama, dass man auch Sachen mitmachen sollte, die man nicht kann, da sie ja vielleicht trotzdem Spaß machen und man es vielleicht auch dadurch lernt, und dass außerdem die anderen das bestimmt auch nicht alle gleich können. andererseits aber tendiere ich jetzt dazu, ihn zum Ende des Halbjahres (31. März) wieder abzumelden, besonders weil…

4. …der Große sagt, er wolle lieber bei mir Klavier lernen als in die musikalische Früherziehung zu gehen. damit haben wir jetzt angefangen und es ist wunderschön. ich sollte über die verschiedenen Bücher und Lieder bloggen, die wir zur Zeit ausprobieren, aber erst mal nur so viel: das Buch „Meine allerersten Tastenträume“ ist das Tollste, der Große spielt den „Zug der Schwäne“, ich die Begleitung und es klingt super. „Klavierspielen mit der Maus, ohne Noten“ wählt er immer als erstes aus, aber ich fühle mich darin etwas „schwimmend-schwammig“. vieles können wir nur andenken, dann geht es schon wieder weiter zur nächsten Seite. die „70 Tastenabenteuer mit dem kleinen Ungeheuer“ hat er zu seinem Notenlernbuch erkoren, aber wir sind erst beim zweiten Stück, kennen also in der rechten Hand das C‘ und din der linken Hand auch das C‘. 🙂 dazu haben wir frei nach Suzuki weiter mit dem „Kuckuck“ gemacht, den er jetzt bis „ruft’s aus dem Wald“ spielt. das Gehacke mit dem Zeigefinger passt aber nicht zu den Anforderungen des anderen Buches, in dem mehrere Finger mit einigermaßen richtiger Handhaltung bewegt werden sollen. deshalb lassen wir den Kuckuck nun ein bisschen Pause machen.

darüber hinaus hat der Große in den letzten Wochen Interesse an Vorschul- und Schuldingen entwickelt. ständig malt, liest und schreibt er etwas. ich bin aber froh, dass er im Februar geboren ist und somit erst 2014 in die Schule kommt, denn ich denke, er ist eher ein Kind, das sich freut, wenn es etwas leicht findet, als eines, das dann gelangweilt Unsinn macht. das Gefühl der Überforderung steckt ihm aus seiner Sprachentwicklung in den ersten Lebensjahren noch sehr in den Knochen, als er sich in keiner von zwei Sprachen für Fremde verständlich machen konnte, während um ihn herum viel jüngere Kinder frei und fröhlich plapperten.

so viel über den Großen – und der Kleine, ja, der lebt, rennt, hat eine Platzwunde nach der anderen und singt „Schlaf, Kindlein, schlaf“ – aber nur die Tigermama versteht’s.

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