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Gemeinsam musizieren in der Familie („a dream come true“)

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meine Mutter kann singen, hat aber kein Instrument gelernt. ihre Mutter (meine Oma) wurde als Kind ans Klavier geprügelt und beschloss daraufhin, ihren Zwillingen diese Erfahrung zu ersparen. mein Vater hat in der Schule absichtlich falsch vorgesungen, damit er nicht zu den Domspatzen ins Internat geschickt wurde.

ich dagegen sollte, durfte, musste ein Instrument lernen und bekam dadurch Zutritt in eine Welt, die meinen Eltern fremd war. allerdings ließen sie sich dadurch nicht daran hindern, mein Üben mit ihren Schallplattenaufnahmen zu vergleichen und dementsprechend zu kommentieren. und bald schon spielte ich möglichst nur noch, wenn sie nicht zu Hause waren.

dagegen erinnere ich mich noch gut an zwei Schulfreundinnen, bei denen in der Familie gemeinsam musiziert wurde. bei ihnen schienen alle richtig Freude daran zu haben, alle durften Fehler machen und da war so ein unsichtbares Band zwischen ihnen, das die Musik geknüpft hatte.

der unmusikalische Tigerpapa war natürlich im Hinblick auf so eine Familienvision ein Fehlgriff. nunja, immerhin kann er Shakers shaken, wenn wir singen.

aber man höre und staune: dank Anne Terzibaschitschs Klavierschule „Meine allerersten Tastenträume“ konnten der Große (inzwischen 5 Jahre alt) und ich von der allerersten Stunde an miteinander musizieren. in dieser Schule gibt es zu jedem Stück eine zweite Stimme. meist spielt der Lehrer die Begleitung, ab und zu jedoch wird sie auch vom Schüler übernommen. und es macht uns beiden ungemein Spaß.

wir sind jetzt genau in der Mitte des ersten Bandes. gegen Ende des Buches werde ich eine Rezension schreiben, möchte aber jetzt schon mal verraten, dass ich (bisher) davon begeistert bin.

zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich den Klavierstimmer immer noch nicht bestellt habe. deshalb gelobe ich jetzt hier öffentlich, das in dieser Woche zu tun. ich will doch endlich einmal den Großen beim Üben aufnehmen und hier dokumentieren!

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