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Gehörbildung für Kinder: von der Geburt bis zur Grundschule

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Anregungen zur spielerischen Gehörbildung von Kindern von der Geburt bis ins Schulalter. für ältere Kinder verweise ich auch auf meinen Artikel über Liedanfänge zur Gehörbildung von Kindern.

0 bis 1 Jahr:

  • Vorsingen beim Einschlafen, zum Beruhigen, zum Spielen… Kinder hören und merken sich Melodien bereits im Mutterleib.*
  • Singspiele wie Backe-backe-Kuchen oder Hoppe-hoppe-Reiter integrieren Bewegung und damit Rhythmus in die Musik

1 bis 3 Jahre:

  • Vorsingen und miteinander singen. Kind darf anfangen, Erwachsener singt dann in der Tonlage mit, die das Kind gewählt hat.
  • „Wo sind die ‚Vögelchen‘ (hohe Töne) und wo die ‚Bären‘ (tiefe Töne) auf dem Instrument? Kinder hören, finden und spielen selbst. später auch die ‚Hunde‘ (mittlerer Tonraum) dazu nehmen.
  • Kind lässt die Hunde/Bären/Vögelchen auf dem Instrument laut und leise bellen/brummen/zwitschern.
  • Kind zwistschert, brummt, bellt selbst
  • Kind singt einen Ton, Erwachsener „findet“ ihn (singt ihn nach)

3 bis 5 Jahre:

  • miteinander singen. Kind oder Erwachsener darf anfangen, je nachdem, was bereits klappt
  • Töne mit der Stimme finden (abwechselnd darf das Kind oder der Erwachsene „suchen“)
  • Töne auf dem Instrument finden (der Suchende sollte nicht sehen, welcher Ton vom anderen vorgespielt wurde), evtl. helfen mit „heiß“ und „kalt“, Ton öfters vorspielen
  • müssen beim Singen größere Sprünge (v.a. nach oben) gemacht werden, hilft es, auf dem entsprechenden (oberen) Ton zu warten, bis das Kind ihn gefunden hat, und erst dann weiter zu singen
  • Spielen mit der Stimme: wie tief kommst du hinauf, wie tief hinunter? (piepse so hoch wie du kannst wie eine Maus, brumme so tief wie du kannst wie ein Bär!)
  • Kinder drücken Gehörtes mit grafischer Notation aus: Tonhöhen können mit Kreisen, Linien, Tupfern, Stickern etc. dargestellt werden, Längen und Kürzen durch Größe bzw. ikonisch (z.B. sitzende, gehende, laufende, stehende Männchen)

ab 5 Jahre:

  • miteinander singen. nun können zur Begleitung auch Rhythmusinstrumente verwendet werden. diese sollten aber nicht zu laut oder zu tief sein und nicht vom melodischen Singen ablenken. 
  • alle oben bereits genannten Übungen
  • Konkretes Benutzen der Worte „hoch“, „tief“, „höher“, „tiefer“. zum Beispiel werden zwei Töne vorgesungen oder vorgespielt und das Kind soll entscheiden, ob der zweite höher oder tiefer war als der erste – oder vielleicht gleich?
  • Heraushören des Kuckucks (kleine Terz) und der Feuerwehr (Quart), Herausfinden, wie man diese Intervalle auf dem Instrument spielt
  • Kinderlieder auswendig spielen lernen
  • grafische Notation mit zunehmender Annäherung an das Notenliniensystem

Viel Spaß beim Ausprobieren!

* da dies kein wissenschaftlicher Blog ist, nehme ich mir aus reiner Bequemlichkeit heraus, meine Aussagen nicht durch Fachliteratur zu belegen. sie sind jedoch recht einfach google-bar.

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